Ästhetische Operation

Mit einer Brustverkleinerung zum neuen Lebensgefühl

Große Brüste gelten als Schönheitsideal. Viele Frauen legen sich dafür freiwillig unters Messer und lassen sich ihre Brüste chirurgisch vergrößern. Während dieser Eingriff in die Kategorie „Schönheitsoperation“ fällt, handelt es sich bei einer Brustverkleinerung meist um einen medizinisch notwendigen Eingriff. Frauen, die diese Operationen an sich durchführen lassen, leiden unter ihren zu großen Brüsten und den damit verbundenen Problemen.

Wenn die großen Brüste zur Qual werden

Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen, Haltungsschäden, Entzündungen im Unterbrustbereich, Druckstellen wegen zu enger BHs und sogar bleibende Rückenschäden wie Bandscheibenvorfälle und dergleichen: Dies sind einige der häufigsten Beschwerden, mit denen Frauen zu kämpfen haben, deren Brüste per Definition zu groß sind.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang aber „zu groß“? Als zu groß gelten Brüste, wenn sie zusammen mehr als 1200 Gramm wiegen (also alles ab Körbchengröße D). Diesen Zustand bezeichnet man in der medizinischen Fachsprache als Makromastie. Dabei wird beispielsweise durch eine Hormonstörung zu viel Drüsengewebe gebildet, welches die Brust massiv anwachsen lässt. Dies führt infolge zu den oben genannten Beschwerden. Zu diesen gesellen sich aber meist noch psychische Probleme:

 Niedergeschlagenheit

Soziale Isolation (aufgrund der Angst vor unangenehmen Reaktionen der Mitmenschen)

Vermindertes Selbstwertgefühl wegen der oft verformten, hängenden Brust

Gefühl der Reduktion auf die großen Brüste

etc.


Wann sollte eine Brustverkleinerung in Betracht gezogen werden?

Die Vorgabe davon, was medizinisch betrachtet zu große Brüste sind, lässt sich nicht auf jede Frau umlegen. Es ist ganz individuell, wann ihre Brüste für eine Frau zur Belastung werden. Insbesondere, wenn der Busen stark asymmetrisch ist und deshalb einen Haltungsfehler nach sich zieht, oder Angst vor dem Kontakt mit Menschen besteht, wird der große Busen zum großen Problem.

Haben Sie einen großen Busen, der Ihnen Probleme bereitet? Im Folgenden sehen Sie, wann Sie sich eine Brustverkleinerung überlegen sollten:

- Wenn Sie ständig unter Schmerzen im Rücken-, Nacken- und Kopfbereich leiden.

- Wenn Sie aufgrund des großen Gewichts bereits eine gekrümmte Haltung eingenommen haben.

- Wenn Sie immer wieder Entzündungen und Druckstellen am und unter dem Busen haben.

Wenn Ihre Brüste in einem großen Missverhältnis zu Ihren restlichen Proportionen (Körpergröße, Gewicht etc.) stehen.

- Wenn Sie sich aufgrund der auffällig großen Brüste nicht mehr unter Menschen trauen.

Wissenswertes rund um die Brustverkleinerung

Grundsätzlich kann eine fachärztliche Brustverkleinerung an jeder volljährigen Frau durchgeführt werden,

deren Brustwachstum abgeschlossen ist und

die nicht schwanger ist bzw. deren letzte Schwangerschaft weit genug zurückliegt, dass die Brust sich bereits zur Normalgröße zurückentwickeln konnte.

Zusätzlich dazu ist stillenden Müttern zu empfehlen, eine Operation an der Brust erst nach dem Abstillen in Angriff zu nehmen. Ein Eingriff an der Brust kann zu Komplikationen beim Stillen führen.

Die Kosten für eine Brustverkleinerung, die aufgrund nachweislicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durchgeführt werden muss, werden anteilig oder komplett von der Krankenkasse übernommen. Hier handelt es sich nämlich, anders als bei einer Brustvergrößerung, meist um einen medizinisch notwendigen und nicht um einen ästhetischen Eingriff.

Bei Patientinnen mit Tumor- oder Herzerkrankungen sowie Diabetes kann ein solcher Eingriff ein erhöhtes Risiko bergen. Daher wird diesen Frauen davon abgeraten, sich einer Brustverkleinerung zu unterziehen. Teilweise wird ein Eingriff bei solchen Risikopatientinnen von den ÄrztInnen sogar abgelehnt.

Ablauf einer Brustverkleinerung

Bevor überhaupt ein Operationstermin vereinbart wird, bedarf es eines Beratungsgesprächs.In diesem Rahmen wird sich der Arzt / die Ärztin ein Bild von der Problematik machen und die für Sie passende Operations- bzw. Schnittmethode identifizieren.

Er / sie wird ebenso feststellen, wie viel Brustgewebe im Rahmen des Eingriffs entfernt werden soll.

- Bei diesem ersten Termin werden meist Fotos angefertigt, damit Sie einen Vorher-Nachher-Vergleich haben.

Um eine Brustkrebserkrankung auszuschließen, wird vor der Operation oft eine Mammographie angesetzt. So kann dieses Risiko ausgeschlossen werden.

Steht der OP-Termin, sollten Sie darauf achten, dass Sie mindestens zwei Wochen vor dem Eingriff keine blutverdünnenden (z. B. Aspirin) und hormonhaltigen Medikamente (z. B. Antibaby-Pille) mehr zu sich nehmen. Zusätzlich dazu sollten Sie, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichten.

Der Eingriff selbst wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert mehrere Stunden (je nach Aufwand und Technik zwei bis vier Stunden). Die Wunden werden anschließend mit feinen Fäden genäht, die nach etwa drei Wochen gezogen werden. Wunddrainagen sorgen dafür, dass Blut und Gewebeflüssigkeit abfließen können.

Ein Druckverband sorgt in den ersten Tagen nach dem Eingriff für Schutz und Stabilisation. Er wird bald von einem speziellen Stütz-BH abgelöst, der mehrere Wochen getragen werden muss. Dies dient dazu, die Narbenbildung so gering wie möglich zu halten und die Brust zu schützen.

Wie bei jeder anderen Operation kann es auch hier zu Komplikationen kommen: Diese umfassen meist Narkoserisiken, die Gefahr einer Infektion etc. Folgende Dinge sollten in den ersten Wochen nach der Operation vermieden werden, um eine Infektion und schlechte Wundheilung zu umgehen:

- Abrupte Bewegungen (Dehnen, Strecken)

- Überkopf-Arbeiten

- Schlafen in Bauchlage (dies ist im Besonderen zu vermeiden)

-  Sport

-  Schwere körperliche Arbeit

- Sonnenbäder und Solariumsbesuche

Erst nach sechs bis zwölf Monaten wird das endgültige Ergebnis zu sehen sein.

 

Starten Sie durch

Wenn Ihre großen Brüste Sie im Alltag körperlich und mental belasten, sollten Sie eine Brustverkleinerung in Erwägung ziehen. Diese wird Ihnen nicht nur eine große Last abnehmen, sie wird Ihnen ein ganz neues Lebensgefühl verleihen. Im zarten Sommerkleid durch die Stadt schlendern und alle Blicke auf sich ziehen (jetzt aber nicht mehr wegen der großen Brüste)? Unbedingt! Lassen Sie sich beraten und starten Sie einen Neuanfang!

 

Foto: unsplash.com