Die Prostata

Deswegen nimmt die Größe im Alter zu

Bei der Prostata bekommen Männer oft Angstschweiß auf der Stirn. Das hat auch durchaus ernste Hintergründe. Denn eine vergrößerte Prostata kann gutartig sein, oder aber es kann eine Krebserkrankung vorliegen. Die Prostata vergrößert sich im zunehmenden Alter eines Mannes fast immer von selbst. Es ist also völlig natürlich, dass hier ab einer gewissen Anzahl an Lebensjahren die einen oder anderen Probleme auftreten. Wie diesen vorgebeugt, und was im Fall der Fälle zu tun ist, sollen die nächsten Abschnitte einmal näher aufklären.

Deswegen wird die Prostata im Alter immer größer

Die Geburt ist vorbei und es beginnt die Wachstumsphase. Irgendwann ist diese auch vorbei und letztlich wird der Mensch im zunehmenden Alter wieder etwas kleiner. Das gilt im normalen Fall auch für die Organe, die ihre maximale Kapazität in den mittleren Jahren erreichen. Eine einzige Ausnahme ist hier die Prostata. Ihr Zellwachstum nimmt über die Jahre hinweg sogar beständig zu, weswegen sie von der Größe einer Kastanie bis zur Größe einer Apfelsine wachsen kann. Dabei drückt sie auf die Harnblase und andere Organe, was ernste Schäden hervorrufen kann. Das Wachstum der Prostata ist völlig natürlich und kann nur über eine gesunde Ernährung vermindert werden. Aber so gut wie alle Männer bekommen im Laufe ihres Lebens dann doch ein Problem mit der Prostata und müssen dieses medizinisch behandeln lassen. In der Regel führen diese Behandlungen nicht zu Komplikationen, aber sobald ein Verdacht besteht, sollte die eigene Lebensführung abgeändert und medizinischer Rat eingeholt werden!

So kann das Wachstum der Prostata eingeschränkt werden

Da sich das Wachstum der Prostata eigentlich nicht verhindern lässt, muss damit auf eine richtige Art und Weise umgegangen werden. Mediziner und Experten empfehlen eine gesunde Ernährung und ein mittleres, bis hohes Fitnesslevel. Sport und Bewegung sorgen dafür, dass der Hormonhaushalt ausgeglichen ist. Das wiederum hat einen direkten Einfluss auf das Wachstum der Prostata. Grundsätzlich kann ein Überschuss an Hormonen zu einem schnelleren Wachstum der Prostata führen. Auf die Zunahme von Hormonen wie Testosteron und Östrogen sollte deswegen grundsätzlich in allen Lebensphasen verzichtet werden. Gedopte Sportler haben in der Regel ein Problem mit der Prostata, was direkt auf die zusätzliche Einnahme von Hormonen zurückgeführt werden kann. Auch Männer mit einer durchgeführten Geschlechtsumwandlung, die eine hormonelle Behandlung beinhaltete, stehen unter Verdacht ein erhöhtes Risiko auf Prostataerkrankungen vorzuweisen. Mangelerscheinungen, beispielsweise durch eine vegane Ernährung sind noch nicht ausreichend erforscht, können aber ebenfalls zu einer schnelleren Vergrößerung der Prostata führen.

Was ist der Unterschied zwischen einem gutartigen, und einem bösartigen Wachstum?

Das gutartige Wachstum ist völlig natürlich und ihm kann vorgebeugt werden. Beispielsweise durch hochwertige Naturprodukte, einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährung. Anders sieht es beim Prostatakrebs aus. Dieser bösartige Tumor ist eine der häufigsten Tumorarten und extrem gefährlich. Auch aus diesem Grund sollte die Vorsorgeuntersuchung regelmäßig durchgeführt werden. Der Prostatakrebs muss mit medizinischen Mitteln bekämpft werden und kann bei einer zu spät erfolgten Erkennung sogar zum Tod der Patienten führen. Deswegen sind alle Männer ab dem 40. Lebensjahr dazu aufgerufen, regelmäßig den Proktologen zu besuchen und sich der Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Das ist zwar unangenehm, aber deutlich besser als die ernsthafte Diagnose Krebs zu bekommen und diesen nicht mehr heilen zu können. Rechtzeitig entdeckt gibt es beim Prostatakrebs gute Heilungschancen und viele Patienten können weiterhin ein langes und gesundes Leben führen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es bei einer gutartigen Vergrößerung

Eine vergrößerte Prostata kann schnell zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen. Vor allem der erhöhte Harndrang ist hier ein echtes Problem und wird von vielen Männern als sehr unangenehm empfunden. Die sogenannte TURP Operation wird hier häufig empfohlen und auch von der Krankenkasse mitgetragen. Dennoch gibt es mittlerweile deutlich einfachere Methoden, bei denen mit der Hilfe eines Lasers die Prostata wieder auf eine normale Größe gebracht werden kann. Auch die Behandlung mit Laser wird mittlerweile von der Krankenkasse übernommen. Die TURP Operation gehört dennoch zur Standardausbildung von Fachchirurgen, denn sie ist eine Lösung, wenn alle anderen Lösungen versagen. Sie wird seit Jahrzehnten angewandt und ist ein vergleichsweise harmloser, sowie schnell durchzuführender Eingriff.

Deswegen sollte eine Behandlung einer großen Prostata immer durchgeführt werden

Eine vergrößerte Prostata ist in keinster Weise gut und es sollte immer eine Behandlung erfolgen. Das Risiko einer Krebserkrankung steigt deutlich, wenn eine unbehandelte vergrößerte Prostata vorliegt. Auch die Gefahr von Entzündungen und Infektionen steigt mit der Größe fortlaufend an. Wer seine Prostata gut behandelt und behandeln lässt, der bekommt somit nicht nur eine höhere Lebensqualität. Die Erhaltung der eigenen Gesundheit ist enorm wichtig und alleine schon eine gesunde Ernährung, sowie ein aktiver Lebensstil können die Gesundheit der Prostata deutlich verbessern. Auf keinen Fall sollte eine Vergrößerung der Prostata auf die leichte Schulter genommen werden!

Fazit: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Wer gesund lebt, der tut sich selbst etwas Gutes und kann davon lange profitieren. Das gilt nicht nur im Allgemeinen, sondern auch im direkten Bezug auf die Prostata. Deren Wachstum ist zwar unvermeidbar, kann mit dem richtigen Lebensstil allerdings sehr effektiv eingedämmt werden. Über 70 Prozent aller Männer haben im Laufe ihrer späteren Jahre ein Problem mit der Prostata und sollten dieses immer behandeln lassen. Als magische Grenze gilt hier das 40. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich bei Männern noch einmal der Haushalt der Hormone, woraus fast automatisch ein stärkeres Wachstum der Prostata resultiert. Die jährliche Vorsorge ist hier fast schon zwingend notwendig, aber zumindest sollte alle zwei Jahre der Facharzt für eine vorsorgliche Untersuchung der Prostata aufgesucht werden. Gutartige Vergrößerungen der Prostata benötigen dringend einer Behandlung und dürfen nie als normaler Zustand abgestempelt werden. Die Vorsorgeuntersuchung ist ebenfalls im Sinne der Krebsvorsorge empfehlenswert. Der Prostatakrebs ist eine sehr häufige Erkrankung und auch hier ist dringend eine medizinische Behandlung erforderlich. Vorsorge ist gerade im Falle der Prostata immer besser, als nichts zu tun und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Denn durch die Vorsorge können viele der Komplikationen, wenn auch nicht verhindert, so doch zumindest abgemildert und die eigene körperliche Gesundheit langfristig erhalten und gepflegt werden.

 

Foto: HOP