Haarausfall

Diese Therapien können helfen

Gesundes, volles und glänzendes Haar ist das Schönheitsideal vieler Menschen, egal ob Frau oder Mann. Doch manchmal wird dieses Ideal durch starken Haarausfall zerstört, beispielsweise, wenn mehr als die üblichen hundert  Haare pro Tag ausfallen. Überwiegend sind Männer davon betroffen, dass die Haare auf dem Kopf lichter werden. Aber auch Frauen leiden vor allem in verschiedenen Phasen ihres Lebens unter Haarausfall. Wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum deutlich mehr als bis zu 100 Haare pro Tag verlieren, spricht man von medizinisch behandlungsbedürftigem Haarausfall. Dieser macht sich bei Frauen deutlich diffuser und oft langsamer bemerkbar. Ein klares Anzeichen ist immer dünner werdendes Haar sowie zunehmender Haarausfall im Scheitelbereich, der die Kopfhaut durchscheinen lässt.

Welche Faktoren führen zu Haarausfall?

Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig: Von hormonellen Schwankungen bis hin zu Nährstoffmängeln, Nebenwirkungen von Medikamenten und einer Schilddrüsenüber- oder -Unterfunktion ist alles möglich. In manchen Fällen sind die Ursachen für Haarausfall  auch genetisch bedingt. Der Dermatologe spricht dann von "androgenetischer Alopezie". Eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron führt in diesem Fall zu einer verkürzten Wachstumsphase der Haare. Mit jedem Zyklus werden die Haare dünner und sterben schließlich mitsamt der Haarwurzel vollständig ab.

Neben dem erblich bedingten Haarausfall sorgen bei Frauen vor allem hormonelle Schwankungen für einen verstärkten Verlust der Kopfhaare, zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder während der Wechseljahre.  Aber auch falsche oder unzureichende Ernährung ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall, insbesondere bei Frauen. Denn für ihr Wachstum benötigen die Haarwurzeln Eiweiß, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Nur wenn ausreichend Nährstoffe zugeführt werden, können sie gesund und kräftig bleiben. Mangelernährung tritt beispielsweise als Folge von Diäten, die strikt über mehrere Wochen durchgeführt werden auf. Aber auch Krankheiten können den Körper auszehren.

Übrigens: Der französische Dermatologe Dominique Michel Courtois fand in einer Langzeitstudie heraus, dass wir im Frühjahr und etwas stärker noch im Spätsommer mehr Haare verlieren als sonst, um sich anschließend wieder neu zu bilden.

Effektive Behandlungsmethoden bei Haarausfall

Die beste Prävention gegen Haarausfall ist ein ganzheitlicher Ansatz, der eine gesunde Ernährung und Stressbewältigung ebenso berücksichtigt wie medizinische Haarpflegeprodukte. Auf diese Weise beugen Sie einer Übersäuerung und einem Mineralstoffmangel des Körpers vor, der eine grundlegende Ursache für Haarausfall darstellt.

Eine schonende Alternative zur Stärkung der Haarwurzel sind Haarpflegeprodukte, die den körpereigenen Wirkstoff Thiocyanat enthalten. Das Molekül, das in jeder Zelle unseres Körpers enthalten ist, begünstigt Wachstums- und Zellteilungsprozesse und trägt maßgeblich zu einem ausgeglichenen Haarzyklus bei. Da es sich bei Thiocyanat um ein körpereigenes Molekül handelt, verursacht es keinerlei Neben- und Wechselwirkungen und greift nicht in den Hormonhaushalt ein.

Zu den innovativsten Behandlungsmethoden gegen den Haarausfall gehört die Mesotherapie. Bei dieser sanften Behandlungsmethode - die auch als Mesohair bezeichnet wird - werden speziell auf den Patienten abgestimmte Wirkstoffe können den Haarausfall stoppen und den Haarwuchs sogar anregen. Hierzu wird ein Revitalisierungscocktail mit feinen Nadeln direkt in die Kopfhaut injiziert und verteilt sich über Diffusionsprozesse im gesamten Haarbereich. Für die Behandlung des Haarausfalls kommen Biorevitalizer, u.a. Dexpanthenol, Biotin, Coenzym Q10, Thymusextrakt oder spezielle Wirkstoff-Komplexe zur Anwendung. Durch Zugabe homöopathischer Wirkstoffe können Störungen der Kopfhaut wie Schuppen oder Seborrhoe parallel mit behandelt werden. Die Wirkstoffe stimulieren und regenerieren die Haarfollikel, regen die Blutzirkulation an und fördern die Vitalstoffzufuhr. Auf diese Weise wird der Haarausfall verlangsamt, die Haarqualität verbessert und - sofern die Haarwurzeln noch vorhanden sind – ein erneutes und anhaltendes Wachstum gefördert.
In über 80% der Behandlungen führt Mesohair erfahrungsgemäß zu verringerten Haarausfall ab der dritten Behandlung und zu vollerem Haar nach zwei bis drei Monaten.

Voraussetzung für gesundes Haarwachstum ist, dass die Haarwurzel noch intakt ist. Keine revitalisierende Behandlungsmethode kann mehr helfen, wenn die Haarwurzel kein neues Haar mehr produzieren kann. Wenn über einen längeren Zeitraum täglich deutlich mehr als 100 Haare ausfallen, sollten Sie umgehend aktiv werden und sich den Rat eines Facharztes einholen, um die Ursache für das Leiden abzuklären und das Haarwachstum mit der richtigen Therapievariante anzuregen, bevor die Haarwurzel vollständig abstirbt und das Haar unwiederbringlich verloren ist. Mit dem speziellen Tricho-Scan-Verfahren kann er Haardichte und Haarwurzelstatus näher bestimmen und das betroffene Kopfhautareal analysieren. Ist der Anteil an Haaren in der Ruhe- oder Ausfallsphase erhöht, besteht Handlungsbedarf. Weitere Einblicke ermöglichen Biopsien und Blutuntersuchungen.

 

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