Infektionsschutz und Hygiene

Wissenswertes rund um das Desinfektionsmittel

Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie kommen Desinfektionsmittel in großen Mengen zum Einsatz, denn sie sollen die Übertragung der Viren und somit eine Ansteckung verhindern. Aber auch ohne Covid-19 kommen die vielseitigen Mittel in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz, so etwa in Krankenhäusern oder in der Pflege. Aber wie wirken Desinfektionsmittel eigentlich genau, wann ist ihre Verwendung im Alltag sinnvoll und was sollten Verbraucher dabei beachten?

Desinfektionsmittel wirken gegen Viren, Pilze und Bakterien


Bei einem Desinfektionsmittel handelt es sich um eine Lösung, die eingesetzt wird, um eine Belastung durch Keime zu verringern und so das Risiko einer Ansteckung mit unterschiedlichen Krankheiten zu verringern. Sie wirken dabei denaturierend, was bedeutet, dass sie in der Lage sind, eiweißhaltige Strukturen in Mikroorganismen zu verändern und diese so zu zerstören. Desinfektionsmittel können, abhängig von ihrer Zusammensetzung, gegen Bakterien, Pilze oder Viren zum Einsatz kommen. Das jeweilige Einsatzspektrum finden Verbraucher auf dem Produktetikett. Dies gibt auch Auskunft darüber, ob das Produkt etwa für die Flächendesinfektion oder die Handdesinfektion geeignet ist. Wer keine fertigen Sprays oder Gels erwerben möchte, kann ein entsprechendes
Desinfektionsmittel auch selbst herstellen. Diese basieren auf Ethanol und/oder Glycerin und erfordern daher ein gewisses Fingerspitzengefühl im Umgang mit den leicht entflammbaren Substanzen.

Wie sinnvoll ist der Einsatz von Desinfektionsmitteln?


In allen Lebensbereichen, in denen ein Höchstmaß an Hygiene erforderlich ist, ist die Verwendung von Mitteln zur Hand- und Flächendesinfektion anzuraten oder sogar gesetzlich vorgeschrieben. In medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeheimen müssen Desinfektionsmittel regelmäßig zum Einsatz kommen, um zu verhindern, dass sich Keime ausbreiten und Krankheiten verursachen. Auch in Bereichen, die mit der Herstellung, der Verarbeitung oder dem Verkauf von Lebensmitteln zu tun haben, darf das Desinfizieren von Oberflächen, Geräten und Händen nicht fehlen. Im Alltag können Desinfektionsmittel etwa dann auch im Privathaushalt sinnvoll sein, wenn sich dort etwa kranke oder pflegebedürftige Personen befinden. Besonders in der Erkältungs- und Grippesaison kann das Einsprühen der Hände mit einem entsprechenden Präparat
vor einer Ansteckung mit den Viren schützen. Ein Grippevirus etwa kann auf einer Oberfläche bis zu 48 Stunden überleben; Erreger des Norovirus sogar bis zu sieben Tage. Erfolgt eine Desinfektion mit einem viruziden Mittel, sterben die Erreger ab, und eine Ansteckung ist nicht mehr möglich.

So werden Desinfektionsmittel richtig angewendet


Damit das ausgewählte Desinfektionsmittel seine Wirkung in vollem Umfang entfalten kann, gilt es, die Anwendungshinweise des Herstellers unbedingt zu beachten. Nur so kann sichergestellt werden, dass Viren, Pilze oder Bakterien auch wirklich zuverlässig bekämpft werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die zu desinfizierende Fläche vollständig mit der Lösung bedeckt wird. Das gilt für Oberflächen, Instrumente und Geräte ebenso wie für die Hände. Jedes Mittel benötigt eine bestimmte Einwirkzeit, um vorhandene Keime zu bekämpfen. Wie lange die Einwirkzeit im Einzelnen dauert, kann dem Produktetikett entnommen werden. Während dieser Zeit sollte die Fläche nicht abgewischt werden, um die Wirkung des Desinfektionsmittels nicht zu beeinträchtigen. Nicht zuletzt kommt es auch auf die richtige Menge beziehungsweise Konzentration an. Auch hier gibt der Hersteller entsprechende Anweisungen für die korrekte Dosierung.

 

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