Nahrungsergänzungsmittel

OPC- Was steckt hinter dem Traubenkernextrakt?

Nahrungsergänzungsmittel werden seit nicht allzu langer Zeit immer beliebter. Dabei kann es sich um verschieden Vitamine oder andere, für den menschlichen Körper wichtige, Stoffe handeln. Beliebt und bekannt ist auch der Stoff OPC. OPC kommt in verschiedenen Pflanzen, Früchten, Nüssen oder im Grünen Tee vor. Wegen seiner positiven Wirkungen empfehlen auch manche Ärzte und Ernährungsberater den OPC Traubenkernextrakt einzunehmen. Wem dies nicht auf natürliche Weise ausreichend möglich ist, kann auch hier gerne auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

OPC- Was ist das eigentlich?
OPC ist abgeleitet von "Oligomere Proanthocyanidine". Es ist ein Polyphenole, also ein sekundärer Pflanzenstoff. Damit gehört OPC zu den Flavanolen, welche auf natürlicher Weise zum Beispiel in roten Traubenschalen, Erdnüssen und verschiedene Beeren enthalten sind. In einer besonders großen Anzahl ist der Stoff zudem in Traubenkernen vorhanden. Außerdem ist er ein Bestandteil in der Pinienrinde, in Äpfeln, in Heidelbeeren sowie im Grünen Tee. Entdeckt wurde OPC jedoch erst Mitte des 20. Jahrhunderts, speziell im Jahre 1948. Sein Entdecker war der Professor Dr. Jacques Masquelier, ein französischer Pharmakologen. Mittlerweile wird OPC als Nahrungsergänzungsmittel von der Pharma-Industrie hergestellt. Dabei wird er aus den Traubenkernen gewonnen, welche bei der Weinherstellung übrig bleiben. Früher wurden diese als Abfall gehandhabt und lediglich entsorgt. Heutzutage werden die wertvollen Weintraubenkerne jedoch zuerst zerdrückt oder gemahlen und anschließend einer speziellen Extraktion unterzogen. Dazu kommt ein Zusammenspiel mit einer Membranfiltration.

Welche Wirkungen soll dieser Pflanzenstoff besitzen?
OPC soll in erster Linie eine antioxidative Wirkung besitzen. Es wird angenommen, dass die Polyphenole wirksam die Singulett-Sauerstoffradikalen neutralisieren. Damit würden sie Entzündungen im Körper vorbeugen. Zudem helfen sie, dass die Vitamin-C-Aktivitäten besser umgesetzt werden. Auch Bakterien, Viren und chronischen Erkrankungen soll hiermit entgegengewirkt werden. Des Weiteren wird eine ödemhemmende Wirkung in diesem Pflanzenstoff vermutet. So sollen sichtbare Schwellungen (also Ödeme), schneller wieder abnehmen. Nach Operationen soll es wiederum nur selten zu Schwellungen überhaupt kommen, wenn die Patienten gleich OPC zu sich nehmen. Darüber hinaus wird angenommen, dass die Flavonoide das Risiko von einer Arterienverkalkung verringern und im Körper das schlechte Cholesterin senken. Ähnliches trifft auf die Stärkung des Bindegewebes von der Haut, eine verbesserte Hautspannkraft sowie eine gute Wundheilung zu. Zudem sollen Narben kleiner werden. Dies alles sind jedoch nur Vermutungen und wenig ist bisher hiervon ausreichend bewiesen.

Die richtige Menge:
Die OPC-Menge beträgt bei einer Kapsel mit einer Menge von 400 Milligramm Traubenkernextrakt 220 Milligramm des reinen Stoffes. Diese Messung wurde von einem unabhängigen Labor mit den genausten Methoden durchgeführt. Um den Bedarf an OPC gut zu decken, sollten pro Tag zwei Kapseln mit jeweils 400 Milligramm Traubenkernextrakt eingenommen werden. Die richtige Einnahme erfolgt am besten mit ausreichend Wasser und zwischen den Mahlzeiten. Außerdem sollten die Kapseln nicht auf nüchternen Magen geschluckt werden, weil die Traubenkernextrakte viele Bitterstoffe besitzen. So etwas kann bei sensiblen Mägen zu Problemen führen. Natürlich darf auf Wunsch auch eine geringere Menge eingenommen werden. Dies kann zum Beispiel in Form von nur einer Kapsel pro Tag sein oder als loses und selber dosiertes Pulver. Bei noch weiteren Fragen zu der OPC-Dosierung können sie sich gerne an uns wenden.

 

Foto: Thinkstock