Schwangerschaft

Typische Beschwerden inkl. Tipps & Tricks zum Umgang mit ihnen

Eine Schwangerschaft ist kein Zuckerschlecken. Daran ändert auch die größte Vorfreude auf den Nachwuchs nichts. Wenn aus wenigen Zellen ein eigenes neues Leben heranwächst, nimmt das den Körper der Mutter stark in Anspruch. Die verschiedensten Beschwerden können auftauchen. Manche stören nur wenig. Andere sollte nicht auf die leichte Schulter nehmen. Für die meisten gibt es bewährte Gegenmittel wie die folgenden.

So stark wird der Körper in Anspruch genommen

Wenn der Fötus im Mutterbauch heranwächst, geschehen wahre Wunder. Immer wieder geschehen kleine Entwicklungssprünge. Grundlagen für neue Körperfunktionen des kleinen Wesens werden gelegt. Der Körper der Mutter versorgt diesen Entwicklungsprozess mit seiner eigenen Energie. Wenn eine neue Phase der Entwicklung anbricht, wird er oft in völlig neuem Maße gefordert. Wer die Entwicklungsphasen kennt, weiß, welche Beschwerden wann üblich sind. Spätestens ab dem 2. Trimester gewinnt das Kind schließlich eine neue Bewegungsfähigkeit. Das bedeutet, dass es sich stärker im Bauch bemerkbar macht. Auch das kann zu typischen Beschwerden führen. Allerdings lassen sich viele davon mit einfachen Mitteln behandeln.

Was tun gegen Übelkeit und Geruchsempfindlichkeit?
Übelkeit, Ekel vor bestimmten Gerüchen, Kreislaufprobleme und Übergeben zählen zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Diese Probleme treten nicht selten bereits in den ersten Phasen auf und sind eine natürliche Reaktion. Der Körper der Frau muss erst einmal lernen, den Fötus im Bauch zu tolerieren. Im ersten Moment ist er zunächst einmal unsicher, ob es sich um einen Fremdkörper handelt, der abgestoßen werden muss. Vermeiden lässt sich Übelkeit durch Ernährungsumstellung. Essen, das nicht mehr schmeckt, sollte die Frau nicht verspeisen. Außerdem ist die Vermeidung von fettigen Speisen sowie stark gewürzten oder säurehaltigen Mahlzeiten empfehlenswert. Bei starker Übelkeit oder Kreislaufbeschwerden sind auch Medikamente empfehlenswert. Eine Medikamenteneinnahme sollte jedoch unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wie lindert man Rückenschmerzen?
Wenn der Fötus wächst, muss der Körper immer mehr Gewicht tragen und dem Baby Platz im eigenen Körper einräumen. Damit letzteres gelingt, lockern Hormone das Bindegewebe. In der Folge hält der Körper das Gewicht nicht mehr gleichermaßen fest an sich. Sobald sich ein richtiger Schwangerschaftsbauch zeigt, führt oft dazu, dass Schmerzen im Bereich des Rückens und der Lenden auftreten. Diese können sich durch eine ungünstige Körperhaltung noch verstärken. Viel Bewegung ist ein bewährtes Gegenmittel gegen diese Beschwerden. Schwangerschaftsgymnastik gibt Überblick über die richtigen Bewegungen. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Beugung der Beine anstelle des Rückens. Außerdem ist eine Wärmeflasche zur Linderung von Schmerzen im Rückenbereich nützlich.

Was tun bei Haarausfall oder Wassereinlagerungen?
Haarausfall in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann auf eine Mangelversorgung hindeuten. Möglicherweise fehlt es dem Körper an Jod oder an Eisen. In diesem Fall kann eine Blutuntersuchung Klarheit verschaffen. Sollte ein Mangel vorliegen, kann er durch Einnahme entsprechender Präparate ausgeglichen werden. Ein weiteres typisches Schwangerschaftsproblem sind Wassereinlagerungen in den Beinen. Die Ursache für diese Einlagerungen die verringerte Aktivität der Wadenmuskelpumpe. Das Blut wird nicht mehr so gut nach oben transportiert und es lagert sich Wasser in den Beinen ab. Salzarme Ernährung ist ein effektives Mittel zur Vorbeugung dieser Beschwerden. Ansonsten empfiehlt sich regelmäßige Bewegung. Sie verbessert nämlich den Blutkreislauf von den Beinen zum Herzen hin und wirkt gegen Wassereinlagerungen.

Fazit
Auch während einer normal verlaufenden Schwangerschaft können durchaus heftige Beschwerden auftreten. Allerdings gibt es gegen fast alle Beschwerden auch wirksame Gegenmittel. Außerdem beschränken sich die meisten Beschwerden typischerweise auf bestimmte Phasen, die irgendwann auch wieder überwunden sind. Wenn das Kind dann da ist, ist die Freude umso größer.

 

Foto: PB